Layout:
Ute Lange

BuiltWithNOF

Zwischen Tag

 und Traum

     das etwas                            andere Magazin

Arneitees

von und mit Ute Lange

Über viele Jahrhunderte ist der Gebrauch von Tees und Teemischungen überliefert. Nicht selten war er der Ausgangspunkt von Entdeckungen bzw. Entwicklungen der modernen Arzneimittel.
Da gerade in der heutigen Zeit der Wunsch nach alternativer Medizin immer größer wird, nimmt die Nachfrage nach Arzneitees kontinuierlich wieder zu.  In der Apotheke, im Reformhaus und sogar im Supermarkt findet man Tees gegen  die unterschiedlichsten Beschwerden: z.B. Schlafstörungen, Husten, Erkältungskrankheiten, Magen-Darm-Störungen, Blasenentzündungen und vieles mehr. Diese Heilkräutertees sind aber nicht irgendein Getränk, sondern wirksame Arzneimittel, die mit Bedacht und möglichst nicht ohne fachmännischen Rat konsumiert werden sollten.

Nicht zuviel
Teemischungen sollten nicht mehr als vier bis sieben wirksame Bestandteile enthalten. Sie können neben arzneilich wirksamen Zutaten noch Geschmacks- und Geruchsverbesserer, z.B.  Orangenblüten oder Pomeranzenschalen enthalten. Gewürztees der indischen Ayurveda-Heilkunde haben in den vergangenen Jahren auch Geschmacksnoten von Kardamon, Nelken und schwarzem Pfeffer in Teetassen gebracht. Auch hier gilt die Devise: unbedingt sparsam dosieren!.

Heiß oder Kalt:
Die Zubereitung orientiert sich an der Konsistenz. Für Blätter, Blüten und Kraut eignet sich in der Regel ein Heißwasseraufguss. Früchte und Samen, wie Fenchel oder Wacholderbeeren sollten vor dem Aufguss zerquetscht werden. Bei härteren Pflanzen, wie Wurzeln, empfiehlt sich dagegen eine Abkockung. Kaltauszüge, sogenannte Mazerate, wählt man bei Arzneipflanzen mit hitzeempfindlichen Schleimstoffen, wie z.B. Leinsamen. Kaltauszüge reduzieren den Gehalt an unerwünschten Begleitstoffen. Allerdings ist der hohe Keimgehalt der Mazerate doch etwas problematisch. Daher sollten Sie hitzestabile Zutaten nach dem Abseihen kurz aufkochen.

Lose oder löslich:
Bei losen Teemischungen mit unterschiedlich harten Bestandteilen gelangt oft nur ein Teil der wirksamen Inhaltsstoffe in den Aufguss. Unterscheiden sich die Zutaten nach Dichte, Form und Größe, müssen Sie vor Entnahme immer wieder neu  vermengt werden.
Dieses Problem besteht bei Teebeuteln nicht. Ein weiterer Vorteil der Teebeutel ist, dass die Heilpflanzen kleiner geschnitten sind, was die Wirkstofffreisetzung erleichtert. Außerdem ist ohne umständliches Abmessen immer die richtige Dosis zur Hand. Nachteil: Der starke Zerkleinerungsgrad führt bei Heilpflanzen mit ätherischen Ölen zu beträchtlichen Wirkstoffverlusten.
Am bequemsten zuzubereiten sind industriell gefertigte Instandtees. Sie lösen sich sofort in heißem Wasser und weisen eine gleichbleibende Zusammensetzung auf. Allerdings enthalten sie oft viel Zucker und verklumpen leicht unter Einwirkung von Feuchtigkeit.

Zum Schluss noch ein Tipp:
Licht, Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen den Abbau wirksamer Inhaltsstoffe. Bewahren Sie daher Ihren Tee in dicht verschließbaren dunklen Glasbehältern auf.

Zurück
 

[Home] [Das bin ich] [Teneriffa] [Ballett] [Schokolade] [Heißluftballon] [Die Geburt] [Mallorca] [Singen] [Männer + Haare] [Tee] [Grün  oder Schwarz] [Teearten] [Arneitees] [Musical] [Die Autostadt] [Mode] [Andalusien] [Marathon] [Qual  - Wahl]