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Ich mache "Bergwandern" bzw. auch "Bergsteigen", d.h. ich bin immer mit einer kleinen Gruppe unterwegs, entweder mit Freunden oder auch einer geführten Tour z.B. vom deutschen Alpenverein. Ich gehe von Hütte zu Hütte, eine Woche mit Rucksack und Ausrüstung oder auch dann teilweise mit Steigeisen und Pickel auf Gipfel.
Am liebsten mache ich das in Osttirol, das ist in Österreich, südlich des Alpenhauptkamms. man fährt, für die, die sich ein bisschen auskennen, Tirol, Kufstein, Kitzbühl und dann durch den Felbertauern Tunnel nach Süden, das ist also schon ein bisschen die südliche Seite der Alpen. Dort ist das Virgental und der Ort Prägraten. Es gibt dort nur diesen kleinen Ort am Talende, kein Seilbahn, keinen riesigen Parkplatz, keine Busse, keinen Massentourismus. Von da aus kann man losgehen, ist in 2 bis 3 Stunden auf der ersten Hütte, wo man dann übernachten kann. Das schöne daran ist, man kann also wirklich eine ganze Woche oben von Hütte zu Hütte laufen ohne wieder ins Tal zurück zu müssen. Je nach Lust und Laune und Kondition der Teilnehmer, kann man noch Gipfel erklimmen, der Groß-Venediger ist ein bekannter Berg, immerhin 3.600 m hoch, da muss man dann über Gletscher gehen. Dieses sollte man allerdings, wenn man sich nicht auskennt auf keinen Fall alleine machen, sonder nur mit einem Bergführer.
Das alles ist sehr anstrengend, aber es ist auch so schön! Man ist abends geschafft und ist froh wenn man ins Bett kommt, aber am nächsten Morgen ist man wieder fitt und freut sich schon auf die nächste Tour.
Die Übernachtungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren doch um einiges gebessert. Früher gab es nur kaltes Wasser, heutzutage haben viele Hütten auch schon warme Dusche, haben richtige Waschräume und dann gibt es Mehrbettzimmer oder Matratzenlager, wo man dann mit 5 Leuten oder aber auch mit 10 Leuten, so wie in einer Jugendherber, nebeneinander oder übereinander in so einem Raum schläft. Es ist manchmal ein bisschen Unruhig, der ein oder andere schnarcht oder auch nicht. Aber nach so einem langen Tag ist man sehr müde und schläft gut. Abends auf der Hütte kann man dann auch das ein oder andere Bier oder ein Glas Wein trinken und dann schläft es sich noch besser.
Beim Gepäck sollte man die Regel beachten: So wenig wie möglich mitnehmen. Viele packen gerne zu viel ein. Man brauch auf jeden Fall Wechselkleidung, dass man sich, wenn man in den Regen kommt oder wenn man schwitzt, umziehen kann. Man braucht einen Anorak gegen Regen und als Windschutz. Wenn man auf Gipfel klettern will sind Handschuhe und eine Sonnencreme, ganz wichtig, außerdem eine Sonnenbrille, eine Trinkflasche, da es nicht überall Quellen mit Trinkwasser gibt und vielleicht auch eine Kleinigkeit zu essen.
Also das Schuhwerk ist wirklich das allerwichtigste. Man braucht auf jeden Fall Schuhe, die über eine gute Profilsohle verfügen, die Knöchelhoch sind. Man sollte sich wirklich beraten lassen. Die neuen Schuhe auf keinen Fall zum ersten Mal im Gebirge anziehen. Ruhig 2 / 3 Wochenenden vorher schon im Wiehengebirge oder im Weserbergland eine längere Wanderung machen und dabei die Schuhe einlaufen. Sonst gibt es wirklich Blasen.
Das wichtigste für mich ist eigentlich das Erlebnis in der Natur. Also das Draußen sein, den Wind spüren, die gute Luft, das ist einfach unbeschreiblich. Ich ziehe das jedem Seeurlaub vor. Ich brauche die Bewegung an der frischen Luft.
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